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26.05.2010

Wo sind die Fachkräfte?

CDU Kreisparteitag diskutiert über die demographische Entwicklung

Simmozheim/ Kreis Calw (bf). Die provokante Frage war Ausgangspunkt einer kurzweiligen Rede vom hiesigen Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel, der die Zuhörer auch über unterschiedliche Themenschwerpunkte seines Arbeitsbereichs im Ministerium für Arbeit und Soziales informierte.  Deutlich über 100 Mitglieder hatten sich zum jährlichen CDU Kreisparteitag in der Geisberghalle in Simmozheim eingefunden und wurden von Politikern aus Kreis, Land und Bund mit aktuellen Informationen und Hintergründen versorgt.  

Der Kreisvorsitzende Thomas Blenke erläuterte in seinem Rechenschaftsbericht, dass der Kreisvorstand in seinem letzten Jahr einen Schwerpunkt auf das Thema ›Neue Medien‹ gelegt habe. »Wir müssen die Sprache der Jugend sprechen, ansonsten verlieren wir eine ganz wichtige Zielgruppe«, so Blenke. Er zeigte sich erfreut, dass die Neugestaltung der Homepage durch einige jüngere Mitglieder im Kreisvorstand erfolgt und damit zielgruppengerecht gestaltet sei. Thematisch habe der Kreisvorstand überdies Themen wie Tourismus, die Ärzteversorgung auf dem Land, Windkraft und erneuerbare Energien sowie Fragestellungen rund um das mittelständische Handwerk aufgegriffen. Blenke stellte eine Fortsetzung der stark themenorientierten Arbeit in Aussicht.

Hans-Joachim Fuchtel, MdB machte in seiner Rede deutlich, dass die ersten Auswirkungen der demographischen Entwicklung schon jetzt auf dem Arbeitsmarkt angekommen wären: »Bereits heute berichten erste Statistiken, dass bis zu 34.000 Ingenieure fehlen, und das trotz der Wirtschaftskrise mit seinen Auswirkungen.« Fuchtel sieht daher dringenden Bedarf auch die ›Silver Stars‹ mit einzubinden und durch gezielte Weiterbildung dafür zu sorgen, dass diese den Anforderungen entsprechen können: »Menschen über 50 haben oft ausgezeichnete Kompetenzen und neben ihrer Lebens- auch schon wichtige Berufserfahrungen gesammelt.« Hans-Joachim Fuchtel setzt sich überdies dafür ein, dass gerade alleinerziehende Mütter die Möglichkeit erhalten, sich als Tagesmütter ausbilden zu lassen, um andere Kinder professionell mit zu betreuen: »Es wundert sehr, dass hier noch nichts unternommen wurde.« Fuchtel nahm aber auch Bezug zur aktuellen Diskussion um die Hilfen für Griechenland. Er habe dem Rettungspaket zugestimmt, halte es dabei aber mit Manfred Rommel, der anlässlich seines 65. Geburtstags gesagt habe: »Eigentlich will keiner 65 Jahre alt werden, aber alle Alternativen sind schlechter.«

Hans-Joachim Fuchtel berichtete zudem, dass er in den kommenden Tagen trotz der über 50.000 Reisekilometer, die er in den letzten sechs Monaten seit Antritt seines Postens als Staatssekretär in Deutschland zurückgelegt habe, seine 250. Bürgersprechstunde abhalten werde. »Mehr Basis geht fast nicht«, so Fuchtel, der interessierte Bürger einlädt, diese Gelegenheiten rege zu nutzen.

Von: Benjamin Finis | CDU Pressereferent