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02.11.2010

»Städte sind tot ohne Gastronomie«

Verlässlichkeit der Politik angemahnt / CDU trifft DEHOGA Vorstand

Zavelstein/ Kreis Calw (bf). » Seit der Umstellung auf den reduzierten Mehrwertsteuersatz sind allein in Baden-Württembergs Hotels und Gastronomien 140 Millionen Euro an Investitionen getätigt worden«, so der DEHOGA Vorsitzende Rolf Berlin. Die vielen ›unglücklichen Aussagen‹ und öffentlich gemachte Überlegungen, die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes wieder zurückzunehmen, hätten allerdings für viel Verunsicherung in den eigenen Reihen gesorgt. Daher mahnte Rolf Berlin die Mandatsträger zu mehr Mut und Verlässlichkeit. 

Thomas Blenke, CDU Landtagsabgeordneter stimmte dem DEHOGA Kreisvorsitzenden zu und verwies insbesondere auf den ›Beglückungswahlkampf‹ der FDP. Die Ermäßigung für die Hotellerie als isolierte Einzelmaßnahme vorzunehmen, sei kein kluger Schachzug gewesen und nur dem Drängen der FDP geschuldet. »Im Rahmen einer Mehrwertsteuerreform wäre eine solche Maßnahme sicherlich erheblich besser aufgehoben gewesen«, so Blenke.

Rolf Berlin berichtete dem CDU Kreisvorstand von den großen Gästeschwankungen, denen die Gastro-Betriebe ausgesetzt seien: »An einem Tag hast du die Bude voll – am nächsten herrscht tote Hose.« Verlässliche Prognosen über die Auslastung ließen sich kaum mehr treffen, so Berlin. Die Branche kämpfe auch mit den fehlenden Fachkräften. Ziel müsse es daher sein, die Attraktivität für Arbeitnehmer zu erhöhen: So sollen Angestellte auch im Sommer Urlaub nehmen dürfen und weniger Überstunden sammeln. »Nach einer Lehre im Hotel steht erfolgreichen Absolventen die Tür zur Welt offen: Alle Hoteldirektoren der großen Hotels weltweit haben eine Ausbildung in Deutschland genossen«, verweist Berlin mit Stolz auf die hohe Qualität, mit der in Deutschland ausgebildet wird. Einig waren sich der DEHOGA Chef und der CDU Kreisvorstand darin, dass Städte und Ortschaften touristisch nur noch eine Chance haben, wenn attraktive Hotels und Gastronomie angesiedelt ist. Denn »ohne funktionierende Gastronomie sind die Städte und Gemeinden tot.«

Von: Benjamin Finis | CDU Pressereferent