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12.10.2012

Nationalpark Nordschwarzwald?

Kreis CDU diskutiert in Sprollenhaus/Öffentliche Veranstaltung mit dem bayerischen Staatssekretär des Innern Gerhard Eck

Kreis Calw. „Wir nehmen die Sorgen der Menschen zur Einrichtung eines Nationalparks im Nordschwarzwald sehr ernst und stehen einem neuen Großschutzgebiet offen, aber mit großer Skepsis gegenüber“, betonte der CDU- Landtagsabgeordnete Thomas Blenke in einer Pressemitteilung mit der der CDU-Kreisverband Calw zu einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema: „Nationalpark Nordschwarzwald oder Weiterentwicklung des Naturparks-Einschätzungen aus dem Freistaat Bayern“ am Donnerstag, 18. Oktober 2012, 17.00 Uhr in die Turnhalle nach Sprollenhaus einlädt.

Hauptredner der Veranstaltung wird der bayerische Staatssekretär des Innern, Gerhard Eck sein. Er ist Vorsitzender des Vereins „Unser Steigerwald“. Der Verein verfolgt die Weiterentwicklung des Steigerwaldes auf Basis der bestehenden Naturparkregelung. Hierbei soll ein Weg erarbeitet werden, der die Aspekte der Bevölkerung vor Ort sowie ökonomische und ökologische Interessen vereint. Die dort von anderen Stellen wiederholt ins Gespräch gebrachte Änderung in einen Nationalpark wird aus diesem Grund nicht als gangbarer Weg angesehen.

Darüber hinaus wird neben dem CDU-Kreisvorsitzenden Thomas Blenke, der forst- und tourismuspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Patrick Rapp Rede und Antwort stehen. Die anschließende Diskussion werden die ehemaligen Bürgermeister Hans Schabert und Michael Faschon moderieren.

„Wir stehen der Einrichtung eines weiteren Großschutzgebietes in Baden-Württemberg skeptisch gegenüber und werden dies nur dann unterstützen, wenn die Menschen, das vor Ort auch tatsächlich wollen“, so der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Blenke. Exemplarisch nannte er die Einrichtung des Biospährengebiets auf der Schwäbischen Alb, das ein Erfolg sei. „Dieses Projekt ist aber in Einklang mit den Menschen vor Ort gestaltet worden. Da hatten wir eine breite Basis, die sehe ich im Moment bei uns im Nordschwarzwald nicht“, so Blenke. Irritiert zeigte sich der Calwer Landtagsabgeordnete auch über den nicht definierten weiteren Zeitplan des zuständigen Ministeriums, insbesondere was die Veröffentlichung des Gutachtens anbelangt. „Dadurch werden die Menschen vor Ort verunsichert. Das hilft nicht gerade, die Debatte zu versachlichen“, so Blenke.

Er warnte gleichzeitig davor, die Naturparkförderung sukzessive zurückzufahren. „Ich habe erhebliche Bedenken, dass die Einrichtung eines Nationalparks auf Kosten des höchst erfolgreich arbeitenden Naturparks geht. Es kann nicht sein, dass das eine Projekt, das andere kannibalisiert. Deshalb muss auch geprüft werden, ob und wie der bestehende Naturpark weiter ausgebaut wird. Auch dieser Frage soll im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung nachgegangen werden.

Von: CDU Kreisverband Calw