Bad Liebenzell. „Die äußere Freiheit der Vielen lebt aus der inneren Freiheit der Ein-zelnen“, zitierte der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Bad Liebenzell/ Unterrei-chenbach und Veranstaltungsleiter Lucas Wehner den ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss zu Anfang des Bürgerdialogs der WerteUnion mit Alexander Mitsch am Donners-tagabend vor rund 70 Besuchern.

Viele Bürger aus unterschiedlichen politischen Richtungen kamen an diesem Abend in den Terrassensaal des Kurhauses Bad Liebenzell, um mit dem Bundesvorsitzenden der WerteUnion, Alexander Mitsch, über aktuelle politische Themen zu diskutieren. Die WerteUnion ist mit 3.600 Mitgliedern die konservative und am schnellst wachsende CDU- und CSU-nahe Basisbewegung. Zu ihren bekanntesten Mitgliedern gehören der ehem. Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Dr. Hans-Georg Maaßen und der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Werner J. Patzelt.

Nachdem Mitsch bereits im Oktober 2015 an der Gründung von „Konrads Erben“, dem konservativen Kreis innerhalb der Konrad-Adenauer-Stiftung aktiv war, gründete er schließlich mit anderen CDU-Mitgliedern im März 2017 den Freiheitlich-Konservativen Aufbruch, was heute die WerteUnion ist.

Mitsch beschreibt sich selbst als konservativ-freiheitlich und trat einst aufgrund zweierlei Themen mit 15 Jahren in die Christlich Demokratische Union Deutschlands ein: zum einen war das der Umweltschutz und zum anderen war das der NATO-Doppelbeschluss. „Damals wurde ich als Kriegstreiber bei einer Veranstaltung der Kir-chengemeinde bezeichnet, weil ich für den NATO-Doppelbeschluss stand. Hier merkte ich zum ersten Mal, was es hieß, für seine Meinung einzustehen, das Richtige zu denken und deshalb von einer lautstarken Minderheit beschimpft zu werden.“, so Mit-sch.

Auch an diesem Abend bekam er nicht nur positiven Beifall. Vertreter von SPD und Grünen haben im Vorfeld zum „Konstruktiven Widerstand“ auf dieser Veranstaltung auf-gerufen und erschienen auch zahlreich. Vor ihnen, CDU-Mitgliedern, AfD-Anhängern und politisch interessierten Bürgern entfaltete Mitsch seine Sicht auf die Politik. Dabei war ihm wichtig, nicht zu pauschalisieren, wie er sagte: „Einer der größten Fehler ist es zu pauschalisieren. Das sieht man am Beispiel der Flüchtlinge: Ein großer Teil der Syrer möchte sicherlich in Freiheit leben, aber es gibt eben auch diejenigen, die sich nicht integrieren lassen wollen. Hier müssen wir wieder mehr Rechtsstaat leben.“

„Sicherheit, Rechtstaat, Freiheit und Eigenverantwortung“, waren die großen Themen Alexander Mitschs. Er fordere, dass der Staat wie auch die Gesellschaft Individuen wieder Freiheiten einräume und Freiheit bewahre, die jedoch von religiösen Strömungen in Gefahr bestünde. Es dürfte nicht sein, dass 50% der Muslime die Scharia über das Grundgesetz stellten. Das Grundgesetz komme vor allen religiösen Büchern, denn es regele das Zusammenleben in unserem Staat und sei somit ein Fundament des Zu-sammenhaltes.

Für Wehner war dieser Abend ein Erfolg der Demokratie. Er freue sich, dass die CDU es geschafft habe, so viele Menschen in einer Diskussion zusammenzubringen und trotz kleinerer ungeduldiger Zwischenrufe einzelner ein sehr gepflegter Diskurs stattfand.

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