Zentral dabei natürlich auch die Frage: Wie wichtig ist es für Kommunen, in einem Verband, der die Rahmenbedingungen für die Planung einer Region zwischen den dynamischen Hauptzentren Karlsruhe und Stuttgart aufstellt, an der richtigen Stelle vertreten zu sein und gehört zu werden? Klare Antwort von Mack: „Es ist entscheidend“.
Bereits vor vier Jahren hatte Bad Wildbads Stadtoberhaupt nicht zuletzt aus diesem Grund den Vorsitz angestrebt, war damals aber an den Stimmenverhältnissen gescheitert und zum Stellvertreter gewählt worden. „Es geht auch darum, Lobbyarbeit für die Region zu machen“, stellte er jetzt eine der Aufgaben des Regionalverbandes mit Blick auf das Land vor. „Wir müssen sehen, dass wir im ländlichen Raum stark bleiben“. Darüber hinaus geht es im Regionalverband aber vor allem um die Regionalplanung, die Vorgaben für die kommunalen Planungen – so zum Beispiel bei der in Bad Wildbad abstehenden Fortschreibung des Flächennutzungsplanes – beinhaltet: „Der Regionalverband nimmt diese Rahmenplanungen nach dem Landesplanungsgesetz vor, und das hat Auswirkungen darauf, was wir vor Ort machen “. Im Prinzip koordiniere der Verband – der übrigens einer von 12 Verbänden im Land ist – alle konkurrierenden Anlagen auf der Gesamtfläche und erarbeite Strategien für die Zukunft wie gegenwärtig die „Entwicklungsstrategie 20130+“. Mack nannte in diesem Zusammenhang Wohnen, Gewerbe, Landwirtschaft und Einzelhandel, ebenso Natur- und Landschaftsschutz und die Verkehrsplanung. Gerade bei der Infrastruktur sei es „nicht unerheblich, wer seine Interessen einbringen kann“. Das könne die Kommune nutzen, um für sich Handlungsoptionen abzuleiten und eigene strategische Entscheidungen zu treffen.
Der neue Vorsitzende verwies auf die Möglichkeiten, über den Regionalverband bestimmte Themen nach vorne zu bringen- auch über die Erstellung und Begleitung von Studien. So zum Beispiel bei der Wohnbedarfsanalyse. Sie habe gezeigt, dass rund 600 Wohnungen im Mittelbereich fehlten. Auch die Versorgung mit schnellem Internet über Breitband sprach Mack an. Hier reichten die Landes-Fördermittel im Landkreis Calw nicht aus – einige Millionen blieben an den Kommunen hängen. „Das heißt, für anderes ist kein Geld da. Und das, obwohl das eigentlich nicht unsere Aufgabe ist“. Ins Visier nahm er dann, bevor er einen Film zum Ausbau der A8 bei Pforzheim vorstellte, den Teilregionalplan Windkraft. Hier habe das Umweltministerium einen neuen Windatlas in Auftrag gegeben und dabei die Narbenhöhe der Windkraftanlagen erhöht – „da bläst der Wind dann stärker“. Jetzt müsse man noch einmal völlig neu in die Planungen einsteigen. Mack sagte voraus: „Diese Diskussion wird uns weiter beschäftigen“.
Stadtverbandsvorsitzender Jochen Borg war zuvor mit einem kurzen Rückblick auf die Aufstellung des Wahlprogramms, die Kandidatenfindung und die Unterstützung durch die Abgeordneten Hans-Joachim Fuchtel, Thomas Blenke sowie Daniel Caspary noch einmal auf das beherrschende Thema des Jahres eingegangen. Er bedauerte, dass der Wildbader Wahlkreis nur mit drei Sitzen im Kreistag vertreten sei, unterstrich aber das gute Abschneiden der CDU bei den Gemeinderatswahlen. Obwohl durch den Wegfall eines Ausgleichsmandats nur neun statt zehn Sitze an die CDU gegangen seien, habe man 400 Stimmen mehr erhalten. Dem Stadtverband bescheinigte Borg eine rege Arbeit und solide Finanzen und bekräftigte seine Pläne zu einem weiteren Ausbau der kommunalpolitischen Abende. Borgs Stellvertreter Rainer Weiss dankte seinem Vorsitzenden: „Ohne ihn hätten wir das alles nicht so hinbekommen. Er ist jemand, der etwas bewegen kann und sich einsetzt. Dank seines Engagements haben wir auch eine Fraktion, die funktioniert“.

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