Bad Liebenzell. „Man merkt, dass es manchmal einfach nur ein Gespräch braucht, um Missverständnisse auszuräumen.“, sagte Ekkehard Häberle, Bad Liebenzeller Gemeinderat und CDU-Kandidat nach der CDU Flecka-Tour. An insgesamt sechs Terminen in allen Teilorten Bad Liebenzells sowie beim Riese Erkinger Fest in der Kernstadt stellten sich alle CDU-Kandidaten den Bürgern Bad Liebenzells vor und suchten den Dialog in den letzten zwei Wochen.

„Oft wurden wir auf die Struktur der Freizeit und Tourismus Bad Liebenzell GmbH angesprochen. Auch das Parkdeck für die Kernstadt war ein Thema oder die Forderung nach schnellem Internet in sämtlichen Teilorten.“, fasste Franziska Dürr vom Hofgut Georgenau zusammen. Ungefähr jeweils 10 bis 15 Personen kamen zum Beispiel in Monakam und Beinberg, um bei Knackern, Käse, Gewürzgurken, Brot und verschiedenen Getränken lockere Gespräche mit den Kandidaten zu führen.
René Fricker, ebenso CDU-Gemeinderat und erneuter Kandidat, steht neben einer älteren Bürgerin in Beinberg und erläutert ihr die Zusammenhänge der städtischen GmbH: „Durch die GmbH ist es möglich, Themen wie Ausschreibungen, Förderungen und Mehrwertsteuer flexibler zu gestalten, was bei Großprojekten Einsparungen im sechsstelligen Bereich bedeuten kann. Die Stadt könnte das nicht. Zudem werden diese Großprojekte der GmbH von einem Aufsichtsrat kontrolliert, in dem Vertreter jeder Fraktion sitzen.“ Das wusste die ältere Dame nicht und bedankte sich für die Ausführungen.
Der Elektrohandwerksmeister Maik Volz wurde derweil von einer Mutter aus der Kernstadt angesprochen, dass es sie störe, dass die Fahrzeuge stets so schnell durch die Hindenburgstraße fahren würden und es nicht genügend Parkplätze in der Straße gäbe. „Wir merken, dass gerade die Parkplätze ein großes Thema für die Bürger sind. Daran scheiden sich die Geister, denn es gibt Bürger, vor deren Häusern parken eben Auswärtige und diese finden die Planung für das Parkdeck großartig, aber es gibt auch Bürger, die in einem Parkdeck eine Verschandelung des Stadtbildes und Mehrkosten sehen, wofür es aber Lösungen gibt. Das ist manchmal eine verfahrene Kiste, wo wir weiter im Dialog mit Bürgern und der Stadt sein müssen.“
Armin Jans, Leiter der Christlichen Gästehäuser Monbachtal, Erster Stellvertreter des Bürgermeisters und CDU-Gemeinderatsmitglied sieht sich in diesen Diskussionen als Friedensstifter: „Man kann gerne unterschiedlicher Meinung sein, aber mir ist wichtig, dass wir da nicht emotional anderen Fraktionen oder der Stadtverwaltung böse Motive und Tricksereien unterstellen. Mir ist Sachlichkeit, Besonnenheit, Teamgeist und Offenheit wichtig.“
In Unterhaugstett wurden derweil am Freitag bei der Flecka-Tour unter Beisein von Bürgermeister Dietmar Fischer die aktuellen Verkehrszahlen der Stuttgarter Straße mit den CDU-Kandidaten und interessierten Bürgern besprochen. Gespräche werden hier auch zukünftig mit der Interessengemeinschaft und dem Landratsamt Calw geführt. Martin Hirschberger, Unternehmer in Unterhaugstett und CDU-Gemeinderatsmitglied, steht hier für weitere Beobachtungen mitSachverstand: „Durch die Stuttgarter Straße gibt es eine erhöhte Lärmbelastung für die Unterhaugstetter, was auch daran liegt, dass diese Ost-West-Verbindung nach der Sperrung in Calw noch mehr benutzt wird. Das ist mir vollkommen klar. Gleichzeitig werden wir weiterhin ganz genau beobachten, wie sich hier der Verkehr entwickelt, um bei einem dauerhaft erhöhten Verkehrsaufkommen verkehrslenkende Maßnahmen zu ergreifen.“

Ihr Ansprechpartner

TimoKaiser

Timo Kaiser

E-Mail senden

Vorheriger Beitrag