Dabei stellten sich vor allem zwei wesentliche Fragen: wie kann Hochdorf eine neue, attraktive Ortsmitte entwickeln und wie kann der Ort bei den weiteren, großen Neubauplanungen sich und seiner Seele treu bleiben und auch den Neubürgern zur Heimat werden?
Im Ortskern geht es schließlich nicht nur um neue Einfamilienhäuser und Geschosswohnungsbau in Richtung Krone, sondern auch um die Entwicklung eines Dorfplatzes. „Der Dorfplatz und das Wohngebiet haben im Verhältnis zu neuen Entwicklungen am Ortsrand absolute Priorität“, so Ortsvorsteher Schmid. Die CDU-Mitglieder erkundigten sich dabei, inwiefern die Hochdorfer Bürger und Vereine mit ihren Belangen bereits zu Ideen für das Konzept des Dorfplatzes eingebunden sind. „Wir werden aus dem Dorfplatz vermutlich keinen Festplatz machen, da die hierfür vorgesehene Fläche viel zu klein ist.“, so Schmid. „Es geht um einen Ort der Begegnung mit hoher Aufenthaltsqualität und wir werden Parkraum für die Gewerbetreibenden und deren Kunden im Ortskern schaffen“, so Schmid weiter. „Die Bedeutung für den Ortskern und für alle Hochdorfer ist so groß, da bietet sich ein frühes und umfangreiches Beteiligungsverfahren für alle interessierten Bürger an – von der ersten Ideensammlung bis zur genauen Ausgestaltung“, so der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Carl Christian Hirsch. „Daneben geht es auch um die Frage, wie eine Verkehrsberuhigung im Bereich der Kreuzung in der Ortsmitte erzielt werden kann. Ich finde hier sollte durchgängig Tempo 30 von der Ortseinfahrt bei der Grundschule über die Kreuzung in die Altheimer Str. über die Kindertagesstätte und den Kindergarten hinaus bis zum Ortsende angestrebt und geprüft werden“, so Hirsch weiter. „Es braucht ja für den Dorfplatz auch eine gute Querungsmöglichkeit auf die andere Straßenseite zu den Einkaufsmöglichkeiten und zum Brunnen, zumal die Ansiedlung einer Seniorenwohnanlage wahrscheinlich ist. Und: Ist ein Kreisel unter Einbeziehung von Nachbargrundstücken nicht doch möglich?“, so CDU-Mitglied Sener Polat.

Selbstverständlich war auch das mögliche große Neubaugebiet „Hochdorf Ost II“ Gesprächsthema: Sollte das Wohngebiet mit bis zu 120 Bauplätzen so kommen, wäre das nicht nur eine große Chance, eine Einwohnerzahl von gut 2.500 zu erreichen, die weiterhin die sehr gute Infrastruktur des Ortes sichern könnte. Gleichfalls bringe das Projekt auch die große Herausforderung mit sich, so viele Neubürger gut zu integrieren. Der Kirchengemeinde und den Vereinen käme dabei eine positive Schlüsselrolle zu, da waren sich die CDUler mit den Anwesenden einig. Der Hochdorfer Bürger und Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Thomas Burger, legte für weitere Überlegungen zum Projekt zusätzlich nahe, auch über Quartierskonzepte nachzudenken. Eine solche Größenordnung biete die Chance, beispielhaft neue gebündelte und vernetzte Lösungen bei der Energieproduktion, -speicherung und –verbrauch anzustreben „Das ist nicht nur umweltpolitisch nachhaltig, sondern ergibt auch kaufmännisch Sinn“, so Thomas Burger, der damit auf große Zustimmung bei den CDUlern stieß. „Die Ansätze beim städtischen Neubaugebiet Hasenbrunnen waren gut und richtig – vielleicht kann man hier in Hochdorf den Schritt weiter gehen“, so CDU-Mitglied Thomas Eisseler.

Neben diesen beiden prominenten Themen sprach Ortsvorsteher Schmid abschließend den Stand in Sachen neue Aussegnungshalle auf dem Hochdorfer Friedhof an. Der Ortschaftsrat hatte eigene Mittel für die Pläne und Statik aufgebracht. Die Pläne für die Aussegnungshalle wurden von Wolfgang Schleehauf und Frank Stetter kostenlos erstellt.

Nun sei die Stadt für die Umsetzung gefragt. Stadträtin Wehrstein sagte ihm dafür die Unterstützung der CDU-Fraktion zu.

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