Kreis Calw. Ungewohnt war die digitale Konferenz des CDU-Kreisvorstands für die Mitglieder am vergangenen Samstag nicht mehr. Corona-bedingt fanden bereits mehrere Videokonferenzen der CDU in diesem Jahr statt und so auch die Klausurtagung, die ursprünglich in Präsenz in Gechingen geplant war.

Als Vorbereitung für den Landtagswahlkampf schaltete sich der erweiterte CDU-Kreisvorstand Calw über das Konferenzportal Zoom zusammen. Einen Ausblick auf die politische Lage gab der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel, der auch die Corona-Strategie der Bundesregierung erklärte. Zugeschaltet hatten sich auch der frisch nominierte Bundestagskandidat für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt, Klaus Mack und die CDU-Kreisvorsitzende und Landtagskandidatin in Freudenstadt, Katrin Schindele. Die beiden CDU-Kreisverbände beabsichtigen einen engen Schulterschluss im Superwahljahr 2021.

Kreativimpulse, Abstimmungen und Pinnwände, wie typisch für Klausurtagungen, gab es trotz Online-Sitzung. Die Kreisvorstandsmitglieder haben im Voraus Anstoßbögen erhalten, die während der Sitzung in kleinen Gruppen besprochen wurden. „Zoom“ ermöglicht es zum einen im Plenum mit allen Teilnehmern zu tagen, zum anderen besteht die Möglichkeit von Gruppenräumen, in denen sich mehrere Kleingruppen treffen und unabhängig besprechen können. So lief ein Teil der Klausurtagung in getrennten Online-Räumen, aber im gleichen Portal ab. Ziele wurden basisdemokratisch über das Online-Programm „Mentimeter“ abgestimmt. Wie man es von Tagungen kennt, konnten auch hier die Ergebnisse auf einer Pinnwand vorgestellt werden. Einer Online-Pinnwand namens „Miro“, die Übersicht schaffte und für alle zugänglich war. Diese Umstellung der Parteiarbeit in den digitalen Raum gibt ein Vorgeschmack auf die Wahlkämpfe im nächsten Jahr. „Je nachdem wie sich die aktuelle Lage mit dem Virus entwickelt, müssen wir im Internet und mit möglichst wenig Kontakten wahlkämpfen“, so Thomas Blenke, der das Landtagsmandat in Calw erneut für die CDU gewinnen will.

Dass ein Großteil des Wahlkampfes voraussichtlich im Internet stattfinden wird, macht dem Zweitkandidaten Carl Christian Hirsch (Nagold) keine Sorgen: „Wir haben seit über einem Jahr ein kompaktes und gut aufgestelltes Social-Media-Team, überwiegend aus Kreisen der JU. Wenn wir hier die Schlagkraft erhöhen, werden wir einen richtig professionellen Online-Wahlkampf machen können. Außerdem arbeiten wir daran, Veranstaltungen häufiger per Video auf Online-Plattformen wie Facebook zu übertragen.“ Hier könne man auf die Erfahrung mit hybriden Veranstaltungen von MIT, JU und CDU-Stadtverbänden zurückgreifen.

Der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Blenke zeigte sich insgesamt optimistisch: „Wir haben sehr viele kreative Ideen zusammengetragen und versuchen die Besten davon umzusetzen. Die CDU ist auf alle Formen des Wahlkampfs vorbereitet – wir können analog, aber auch digital.“

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