Zunächst stand ein Besuch im Kindergarten Himmelreich in Tumlingen auf dem Programm. Die Frauen zeigten sich äußerst beeindruckt von dieser modernen frühkindlichen Bildungseinrichtung, die ihresgleichen in der Region sucht. Die beiden Leiterinnen der Einrichtung, Cristina Tulea und Michaela Schrägle, erläuterten den interessierten FU-Frauen das offene Konzept, bei dem das einzelne Kind mit seinen Gaben und Neigungen im Mittelpunkt steht. Bei der anschließenden Führung durch das offene, helle Gebäude staunten die Frauen nicht schlecht. Die verschiedenen Themenräume reichten von einem Werkraum über ein Atelier und einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich bis hin zum Experimentier- oder Bewegungsraum. Selbst ein kleiner Badebereich fehlte nicht.
Danach ging es in das alte Schulhaus, wo der Bürgertreff Tumlingen vor einigen Jahren eine „Schenke & Mehr“ errichtet hat. Zwei Frauen der ersten Stunde, Carla Dikkers und Regina Martini, berichteten wie es zu dem bürgerschaftlichen Engagement kam und verköstigten ihre Gäste mit Kaffee, Sekt und Kuchen.
Bevor die FU-Frauen dann zum gemütlichen Teil des Tages übergingen, wurde noch gearbeitet. Heike Gäbler nahm die Zuhörerinnen mit auf eine kleine Zeitreise mentaler Menschheitsgeschichte. Ziel war es, für die politische Arbeit aus einer Multiperspektive heraus mehr Empathie für den Wähler zu gewinnen. Es war verblüffend wie sich an den aufgezeigten aktuellen Beispielen längst verloren geglaubte Verhaltensmuster wieder neu herauskristallisierten. Der Impulsvortrag führte zu einem lebhaften Austausch, wie sich diese Erkenntnisse in die Arbeit der Frauen Union einbauen lassen. Es wurde der Beschluss gefasst, das Gehörte im Oktober bei einer weiteren Veranstaltung am Themenbereich Familie zu konkretisieren. Besonders freuten sich die Calwer FU-Frauen, dass die Landtagsabgeordnete des Kreises Freudenstadt, Katrin Schindele, der Einladung gefolgt war und sie den ganzen Tag begleitet hatte.
Am Samstag wurde dann die inhaltliche Arbeit fortgesetzt. Zunächst gab es eine intensive Diskussion darüber, wie die CDU verloren gegangene Wähler wieder zurückgewinnen kann. Ein Aspekt, der dabei angesprochen wurde, ist, dass viele Themen auf der Straße stark emotional diskutiert werden, wohingegen die CDU und die Frauen Union eigentlich für eine Politik mit Herz UND Verstand stehen, und mit guten Argumenten punkten möchten. Einig waren sich alle, dass man den Menschen im direkten Kontakt mit offenem Ohr zuhören und ihnen auf Augenhöhe begegnen sollte - egal wie abwegig die Meinung auch auf den ersten Blick scheinen mag. Eine Profilierung auf Kosten des politischen Gegners scheint selten erfolgreich, sondern stoße Unentschlossene oftmals eher ab. Für die Mehrheit stand am Ende fest, dass man zunächst „die Früchte ernten solle, die am leichtesten zu erreichen sind“, ehe man sich in langen Diskussionen mit Hardlinern anderer politischer Richtungen verkämpft.
Aus diesem Austausch heraus entwickelte sich dann die Idee für das Thema, das die Frauen bis Dezember 2022 in den Mittelpunkt stellen wollen „Starke Frauen - Rückgrat, Vorbild und noch mehr“. Dabei soll es u.a. darum gehen, die oft übersehenen, weil häufig selbstverständlichen Leistungen von Frauen sichtbar zu machen und ihnen Wertschätzung zu zollen. Weiter ist geplant, Lebensbilder von starken Frauen nachzuzeichnen und im Rahmen neuer Formate in den Austausch miteinander zu treten.
Die Jahreshauptversammlung mit Wahlen findet voraussichtlich am 7. Oktober statt. Weitere Informationen folgen. Der zweite Impulsvortag von Heike Gäbler zum Thema „Mehr Empathie für die Familien“ muss leider wegen der vorgezogenen Wahlen auf einen späteren Termin verschoben werden.

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