Calw / Freudenstadt (k-w). Hans-Joachim Fuchtel strebt keine Kandidatur um eine weitere Mitgliedschaft in der nächsten Legislaturperiode des Deutschen Bundestages an. „Wenn die nächsten Wahlen stattfinden, möchte ich den Stab weitergeben“, sagt der CDU-Politiker, „es sind dann nahezu 35 Jahre mit neun Parlamentsperioden gewesen. Neunmal konnte ich für die Christlich-Demokratische Union das Direktmandat erringen. Es ist dann Zeit für ein neues Gesicht.“

Den geplanten Rückzug hat Fuchtel im Einvernehmen mit den beiden CDU-Kreisvorsitzenden in seinem Bundestagswahlkreis, Norbert Beck (Landkreis Freudenstadt) und Thomas Blenke (Landkreis Calw) dieser Tage bereits den Mitgliedern mitgeteilt, damit sich die Partei auf den Wechsel nach so langer Zeit optimal vorbereiten kann.

Der Abgeordnete begründet seinen Schritt schmunzelnd so: „Auch wenn das manche nicht glauben wollen, befinde ich mich im Herbst 2021 nur noch kurz vor meinem 70. Geburtstag. Ich möchte mich zurückziehen, solange andere diese Entscheidung noch bedauern.“ Bekanntlich solle man aufhören, wenn es am schönsten ist. Er sei nach dreimaliger Berufung in die Bundesregierung als Parlamentarischer Staatssekretär in drei verschiedenen Bundesministerien am Höhepunkt seiner persönlichen Karriere angelangt, sagt der Altensteiger, der in Eutingen im Gäu aufgewachsen ist.
In den letzten Monaten sei er vielfach von Bürgerinnen und Bürgern auch außerhalb der Partei gebeten worden, ein weiteres Mal zu kandidieren. Es seien jetzt aber schon mehr als zwei politische Generationen, während der er diesen schönen Wahlkreis im Bundestag vertreten dürfe. Es sei ihm auch nach dieser langen Zeit immer noch eine große Ehre, und das Gefühl der Verantwortung begleite ihn in starkem Maße.
Die beiden CDU-Kreisvorsitzenden sprechen übereinstimmend von hohem Respekt vor dieser Entscheidung. „Sie ist ein Zeichen von großer Souveränität“, betonen Thomas Blenke und Norbert Beck. Hans-Joachim Fuchtel hätte sicher auch bei der nächsten Wahl hervorragende Chancen gehabt, das Mandat für die CDU zu erringen, aber man verstehe auch seine Haltung, denn jeder in der Partei wisse, wie wichtig ihm die Weiterentwicklung der CDU sei.
Die Parteigremien hätten durch die frühzeitige Ankündigung jetzt in der Tat die Möglichkeit, sich sehr gründlich mit der Nachfolge zu befassen. Außerdem sei der Abgeordnete und Parlamentarische Staatsekretär Hans-Joachim Fuchtel ja noch bis zum Ende der Legislaturperiode im politischen Geschäft. Zur Würdigung seiner großartigen Arbeit sei es daher noch zu früh. „Wir sind sicher“, so die beiden Kreisvorsitzenden, „dass sehr viele Menschen dem Bundestagsabgeordneten für seine erfolgreiche Arbeit sehr dankbar sind.“

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