Nordschwarzwald/Nagold. Für seine Kandidatur bei der näher rückenden Bundestagswahl bekam Klaus Mack (CDU) ein weiteres Mal prominente Unterstützung: Am Samstagnachmittag nahm sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Zeit, im Schlossberg-Beach in Nagold gemeinsam mit seinem Parteikollegen nochmal kräftig die Werbetrommel für die CDU zu rühren. Dabei fand er klare Worte.

„Wir impfen Deutschland zurück in die Freiheit“, rief er den rund 130 Veranstaltungsteilnehmern mit voller Überzeugung zu. Den lautstarken Impfgegnern hinter den Absperrungen mag diese Aussage nicht gefallen haben, doch auch für sie hatte Spahn eine Botschaft: „Eine Diskussion wird konstruktiver, wenn man auch nur für eine Sekunde bereit ist anzunehmen, der andere könnte Recht haben.“ Argumente für eine Impfung hatte der Bundesgesundheitsminister zahlreiche und appellierte nochmal an alle Ungeimpften: „Sie tun das nicht für mich, sondern für ihre eigene Sicherheit und die der anderen Menschen, wie etwa die Pflegekräfte in den Krankenhäusern, die seit Beginn der Pandemie genug Zusatzbelastungen erfahren haben.“ Wie wichtig die Impfung sei, werde aktuell deutlich, denn 95 Prozent der Covid-Intensivpatienten seien ungeimpft.
Jens Spahn ist zwar der Bundesgesundheitsminister, er hatte aber zu vielen weiteren Themen einiges zu sagen. Man sei bisher im Vergleich mit anderen Ländern gut durch die Pandemie gekommen. Nun wachse die Wirtschaft sogar wieder wie ein zartes Pflänzchen. „Jetzt ist die Frage, dieses Pflänzchen gießen oder ausreißen?“ Die CDU wolle neue Anreize für Unternehmen schaffen, nicht sie mit neuen Steuern belasten.
Im Wahlkreis von Klaus Mack (Calw/Freudenstadt) bedeute Wirtschaftsförderung ganz besonders den Ausbau der Infrastruktur vor Ort. „Wir brauchen schnelles Internet und schnelle Anbindungen an die Ballungsgebiete“, so der Bundestagskandidat. Und diesen Weg gehe die CDU schon seit Jahrzehnten. „Wir sind die Partei, die für wirtschaftliche Entwicklung steht.“

Auch beim Thema Innere Sicherheit zeigten Jens Spahn und Klaus Mack eine klare Haltung. Es gefalle ihnen gar nicht, dass die Polizei immer häufiger unter einen Generalverdacht gestellt werde, auch aus anderen Parteispitzen heraus. „Die Polizisten sind nicht die Bösen, ganz im Gegenteil, sie sorgen für unsere Sicherheit im Alltag“, so der Gesundheitsminister. „Wir stehen voll hinter ihnen.“ Diese Aussage dehnten Spahn und Mack aus auf Fragen der Äußeren Sicherheit, wie beispielsweise Einsätze der in Calw angesiedelten KSK.
Klar gebe es auch Bereiche, in denen man besser werden müsse, so Spahn. Als Beispiel nannte er die Digitalisierung. Gerade die zurückliegenden Monate der Pandemie hätten gezeigt, dass hier noch viel Luft nach oben sei. Das seien aber Prozesse, die nicht von heute auf morgen die gewünschten Ergebnisse bringen könnten. „Wir arbeiten dran.“
In der Fragrunde meldete sich unter anderem der Calwer Landrat Helmut Riegger zu Wort und bat Jens Spahn um weitere Unterstützung der Landkreise, damit diese die Defizite in den Krankenhäusern ausgleichen können. Die Corona-Pandemie hat hohe Kosten verursacht, die schwer zu tragen sind. „Wir investieren im Kreis Calw aktuell 250 Millionen Euro in unsere Krankenhäuser, um den Menschen die klinische Versorgung vor Ort auch in Zukunft garantieren zu können.“
Nach einer Stunde in Nagold musste der Bundesgesundheitsminister weiter zum nächsten Termin – so kurz vor der Bundestagswahl ist der Zeitplan des CDU-Spitzenpolitikers eng getaktet. Zum Abschied danke Klaus Mack Minister Jens Spahn für seinen Besuch, der so kurz vor der Wahl nicht selbstverständlich sei. „Und ich hoffe wir sehen uns in Berlin.“

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