Um Europa noch besser zu verstehen, machte sich eine große Gruppe aus den Reihen der Jungen Union im Nordschwarzwald für drei Tage auf den Weg nach Brüssel, wo sie auch den für die Region zuständigen Abgeordneten Daniel Caspary traf.

Nordschwarzwald/ Brüssel. Früh ging es los für die 50-köpfige Gruppe der Jungen Union (JU) aus Nordbaden. Sie starteten ab Calw und fuhren in die Herzkammer der Europäischen Union. Drei intensive Tage waren veranschlagt, um der belgischen Hauptstadt aber auch dem Gedanken Europas näherzukommen. Organisiert wurde die Reise vom Kreisverband der JU Calw, der aber Mitglieder aus anderen Verbänden mitnahm.

Nach einer langen Busfahrt fand am frühen Montagabend ein Informationsgespräch in der Landesvertretung Baden-Württembergs statt. In der Schwarzwaldstube der heimischen Behörde erklärte der stellvertretende Leiter die Arbeit, die die 23 Mitarbeiter für das Land jeden Tag leisten: "Wir greifen hier als ›Lobbyisten‹ im Interesse unserer Landesregierung schon so früh wie möglich in Entscheidungsprozesse ein, denn ist etwa eine Richtlinie vom EU-Parlament beschlossen, so haben wir keine Handhabe mehr."

Am zweiten Tag stand Brüssel im Mittelpunkt. Die auf Hügeln erbaute Stadt kann neben Atomium und dem Königspalast auch mit einem alternativen Kulturviertel bei den jungen Touristen punkten. Bemerkenswert schien das Hotel, in dem die CDU-Chefin Angela Merkel bei ihren Terminen auf EU-Ebene nächtigt.

Ein Höhepunkt war für viele sicherlich, das über die belgischen Grenzen hinweg bekannte "Café Delirium", das mit einem Überangebot von 2400 verschiedenen Biersorten Eindruck erweckte. Die Freudenstädter Mitglieder freuten sich besonders über ein Tablett der Alpirsbacher Klosterbrauerei, das dort an der Decke zu finden ist.

Der letzte Tag diente dem Verstehen der Europäischen Union. Der Europaabgeordnete aus dem Bezirk Nordbaden, Daniel Caspary, begrüßte die Reisegruppe im Zweitsitz des EU-Parlaments und nahm sich Zeit, um über die aktuellen politischen Entwicklungen zu diskutieren. Er sprach sich zum einen gegen einen Türkei-Beitritt zur EU und eine schnelle Brexit-Entscheidung aus, zum anderen besänftigte der Chef der CDU/CSU-Gruppe bei der DSGVO und der Urheberechtsreform. Außerdem wünsche er sich für die Zukunft mehr europäische Außen- und Sicherheitspolitik.

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