Nordschwarzwald/Nagold. Der Vorstoß des Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter stößt bei der CDU in Calw auf Ablehnung. Hofreiter hatte in einem Interview den Neubau von Einfamilienhäusern kritisiert.

Bei einer Online-Konferenz mit Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz lehnte die Runde aus CDU-Mitgliedern um den Landtagsabgeordneten Thomas Blenke die Kritik am Eigenheim ab. Auch im Landtagswahlprogramm der Grünen stehe, dass mit Einfamilienbauten keine „grünen Siedlungen“ zu machen sind, verweist Thomas Blenke, stv. CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag.

„Ich bin gegen eine Vorschrift, die bestimmte Wohnformen vorgibt. Wir stehen für eine bedarfsorientierte Wohnraumplanung und -förderung. Unsere Kommunen haben hier die Planungshoheit. Grundsätzlich wollen wir mehr Menschen in Eigenheim bringen – Eigentum ist letztlich auch eine Vorsorge fürs Alter“, sagte die zugeschaltete Staatssekretärin Katrin Schütz, die auch für Wohnungsbau zuständig ist.

Landtagsabgeordneter Thomas Blenke: „Die Denkweise der Grünen, neue Vorschriften machen und Verbote erteilen zu wollen, stößt mich ab. Die grüne Stadtelite hat offensichtlich noch immer keine Ahnung von der Realität. Wir müssen den Eigentumserwerb stärker unterstützen. Konkret wollen wir in unserem CDU-Regierungsprogramm mit der Senkung der Grunderwerbssteuer bei jungen Familien einen Anreiz zum Bau eines Eigenheims schaffen.“

Zweitkandidat Carl Christian Hirsch fügte hinzu: „Als junger Familienvater in Corona-Zeiten bin ich froh, glücklich und dankbar, dass wir ein Eigenheim erwerben konnten. Das werden wir nun nach schwäbischer Tradition über viele Jahre brav abbezahlen. Und wer den Traum von einem eigenen Einfamilienhaus hat, sollte mit Fleiß und Sparsamkeit diesen Traum auch verwirklichen dürfen. Dafür steht die CDU.“

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