Bad Liebenzell. „Ungefähr 40 Prozent aller Senioren in Deutschland leben alleine.“, berichtet der Liebenzeller und Architekt im Ruhestand Dieter Körner vom Kreisseniorenrat Calw. Dieter Körner ist einer von den Personen, die sich für andere Menschen engagieren. Er setzt sich für Senioren ein. Für ihn spielt der Wohnraum im Alter eine erhebliche Rolle für die Lebensqualität oder wie er es formuliert: „Wie man wohnt, so lebt man“.

Vor ihm sitzen im Kultur-Treff Bürgerhaus einige Bürger Bad Liebenzells und Freunde des CDU-Stadtverbandes Bad Liebenzell/ Unterreichenbach. Auch ein paar junge Gesichter sind dabei, wie die Studentinnen Rebekka Gärtner, die den Nachmittag organisiert hat, und Simona Weber, die für die CDU bei der Kommunalwahl 2019 antreten wird. „Ich muss zugeben, dass sich unsere Generation nur sehr wenig Gedanken über das Alter macht. Klar denkt man auch mal über die Altersvorsorge nach, aber der Wohnraum war z.B. bisher noch überhaupt kein Thema bei uns.“, sagt Weber.

Bei Kaffee und Kuchen lauschen die Gekommenen den Ausführungen Herrn Körners und staunen, als er sagt, dass 400.000 Menschen in Baden-Württemberg pflegebedürftig sind. Plötzlich stünden Familien vor Fragen des Haus- und Wohnungsumbaus. Doch Herr Körner erläutert an diesem Nachmittag auch verschiedene Fördermöglichkeiten und weist auf Schulungen hin, die in der Umgebung Bad Liebenzells zum Thema „Wie pflege ich meine Angehörigen“ angeboten werden. Oft würden die Kosten dafür sogar von der Krankenkasse übernommen werden, fügt er hinzu.

„Es ist wichtig, zusammen mit unseren Großeltern nach Lösungen zu suchen und sie bei all diesen Fragen des Wohnens im Alter nicht alleine zu lassen. Ihr ganzes Leben haben sie in meine Elterngeneration und uns Enkel investiert. Deshalb wollte ich gerne auch so einen Nachmittag organisieren: ich wollte zurückgeben.“, so Gärtner.

Die Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Kerstin Weiss, die selbst auch den Nachmittag besucht hat, freut sich über dieses Zusammenkommen der Generationen: „Nur wenn wir zusammen an einem Strang ziehen, werden wir Generationengerechtigkeit erleben, was heißt, dass wir von den Erfahrungen der Älteren schöpfen dürfen und sie aber auch gleichzeitig im Alter unterstützen müssen.“

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