Der Einsatz regenerativer Energiequellen zur Heizung in unseren Neubaugebieten ist ein zentrales Thema, um die CO2 Emission zu reduzieren und damit den Klimawandel positiv zu beeinflussen. Dabei spielt Wasserstoff, der durch Hydrolyse aus Wasser gewonnen wird, eine zentrale und zukunftsweisende Rolle.

Die notwendige Energie kann durch Photovoltaikanlagen und zusätzlichem „grünem“ Strom gewonnen werden. Ein solches Modell wird bereits von den Stadtwerken Esslingen in einem klimaneutralen Neubaugebiet als Modellprojekt betrieben. Mit den auf den Dächern installierten Photovoltaikanlagen wird reiner Ökostrom produziert, aus welchem Wasserstoff hergestellt und gespeichert wird, um die Heizungswärme in den Gebäudekomplexen, die teils gewerblich, teils privat genutzt werden zu produzieren. Das Nebenprodukt dabei ist reines Wasser, jedoch kein CO2.
Grund genug für die CDU-Stadtratsfraktion und dem CDU-Stadtverband in Calw, sich dieses Modellvorhaben im Hinblick auf die Entwicklung eines neuen Stadtteils in Calw auf dem aktuellen Krankenhausareal anzuschauen. Ziel dieser Besichtigung war es, Informationen zur praxisnahen Umsetzung und dem dafür notwendigen Investitionsvolumen zu erhalten. Mit dem neuen Wohngebiet auf dem „alten Klinikgelände“ wird ein Südwesthang bebaut, welcher ideal für Photovoltaikanlagen und eine mögliche Gewinnung von Wasserstoff wäre. „Wenn wir im kommunalen Wohnungsbau CO2 einsparen möchten, so können wir dies nicht nur durch bessere Isolation und Niedrigenergiehäuser erreichen, sondern müssen auch wegkommen von der Verbrennung von Gas als fossilem und CO2 erzeugenden Heizungsmittel“ so Bernhard Plappert, Fraktionsvorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion.
Auch die Stadtverbandsvorsitzende der CDU in Calw zeigte sich beeindruckt und kann sich den Aufbau einer solchen Infrastruktur in Calw als Teil einer neuen, zukunftsweisenden Stadtentwicklung gut vorstellen.
„Durch die Parallelen der Infrastruktur bei der Gasversorgung und der Versorgung mit Wasserstoff ist eine Kompetenz durch die lokale Energieversorgung gewährleistet. Dass Calw hier die Möglichkeit und Chance hat, durch das entstehende Wohnareal mit einer der Vorreiter in Sachen klimaneutrale Stadtentwicklung zu sein, begeistert mich. Am Beispiel von Esslingen kann hier ein nachhaltiges Bauen ermöglicht werden. Ökologie und Ökonomie stehen bei einem solchen Projekt nahe beieinander.“
Was genau hinter dem neuen, klimaneutralen Stadtquartier in Esslingen steht und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen, sowie die Chance für die Entwicklung in Calw, stellt der CDU Stadtverband daher bei einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 22. September 2021 in Calw vor. Eine Einladung und Bekanntmachung des Veranstaltungsortes hierzu folgt noch.

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